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Der steinige Weg zur Begleithundprüfung

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Nicht für den Übungsplatz, sondern für den Alltag lernt der Hund!

Erste Gehorsamsübungen mit 8 Monaten
Besucherzaehler
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Erst mal ein Spiel zum Aufwärmen und als Motivation.
'Fuß' - "So was doooofes! - Frauchen, muss das wirklich sein??"

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Grundstellung. "Aha, endlich ist Schluß."
Als Belohnung gibt es wieder Spiel mit einem Zerrspielzeug.

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...4 Monate später

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180°-Kehre und 'bei Fuß' durch die Gruppe.

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...und nach einem Jahr
Die "alte Unterordnung" hat ausgedient.
Heute ist Teamarbeit gefragt, Austrahlung und Aufmerksamkeit.
Eine der schwierigsten Übungen ist zweifelsohne das langweilige Fußgehen.

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Schau' mir in die Augen, Kleiner
'Linkswende' mit Leine und 'Rechtswende' in der Freifolge ohne Leine

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'Abliegen unter Ablenkung' und 'Sitz aus der Bewegung'

Im Alter von 22 Monaten legte Argus die Begleithundprüfung (siehe unten) ab.


Jahre später ...


Wieviel "Schule" braucht ein Hund?

Es gibt viel zu tun ...

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Unsere Hovis sind eine Gebrauchshunderasse, erreichen eine beachtliche Größe und man sagt ihnen einen nicht immer einfachen Charakter nach. Deshalb ist die Begleithundeprüfung (BH) sicherlich eine für alle Hovi-Besitzer anzustrebende Prüfung. Das Leben mit einem gut erzogenen Hovawart ist eben einfacher. Man kann ihn überall mitnehmen, kann ihn unbesorgt auch ohne Leine laufen lassen (wo das erlaubt ist) und muss sich nicht ständig für seinen Hund entschuldigen, weil er sich nicht benimmt. Nichts ist peinlicher, als wenn ein Hundebesitzer hinter seinem Hund herläuft und ruft „Der will nur spielen!!“. Dieser Hundebesitzer hat den Sprung zum Hundeführer nicht geschafft. Ein Hund darf eben nicht immer nur Hund sein. Dabei genügt es allerdings nicht, auf dem Hundeplatz eine perfekte BH hinzulegen, wenn man sich nicht auch im "richtigen" Leben durchsetzt. Die wahre Erziehung geschieht nicht auf dem Hundeplatz sondern in der rauhen Wirklichkeit des Alltags.

Hundsein wird in unserer hochtechnisierten und schnelllebigen Zeit immer schwieriger. Doch durch den positiven Eindruck, den man mit einem gut erzogenen Hovawart erweckt, kann man zu einem besseren Verhältnis beitragen zwischen Hundehaltern und dem oft hundefeindlichen Rest der Welt. Gerade in der heutigen Gesellschaft ist es besonders wichtig, seinen Hund zu erziehen, vor allem wenn man eine der Wach- und Schutzhundrassen an seiner Seite hat, die heute von Unwissenden gerne falsch eingeschätzt werden. Ein mit Einfühlungsvermögen, Liebe und Konsequenz erzogener und ausgebildeter Hund sichert ein konfliktfreies Zusammenleben zwischen Mensch und Hund in unserer immer enger werdenden Umwelt. Und auch der Hovawart gewinnt dabei, denn ein gehorsamer Hund kann mehr Freiheiten genießen. Ein gut erzogener Hovawart ist ein fröhlicher Hund, und es macht Spaß mit ihm zu leben. Der Hovawart braucht eine Aufgabe. Eine Ausbildung gibt ihm die Gelegenheit dafür.

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Gedanken zur Hundeausbildung

Viele Wege führen nach Rom -
auch und gerade in der Hundeausbildung.
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Aber einige Wege sind Umwege.
Umwege erhöhen zwar die Ortskenntnis,
sind oft aber sehr steinig!

Gerade in der Hundeerziehung hat es in den letzten Jahren erdrutschartige Veränderungen gegeben. Ausbildung und Hundesport sind im Umbruch begriffen. Auf vielen Hundeplätzen sind diese Veränderungen aber noch nicht angekommen. Ich habe den Eindruck, dass zur Zeit in Deutschland zwei extreme Lager existieren: zum einen die Hardliner, die weiter nach alter Väter Sitte mit "Hau-Ruckmethoden" ausbilden und auf der anderen Seite die Softies mit ihrer Kuschelstrategie, die ihren ach so süßen Vierbeiner durch eine rosarote Brille sehen, als Wesen, das einfach nur brav sein und gefallen will und den ganzen Tag beschwichtigende Signale an seine Umwelt sendet. Ich denke, die "Wahrheit" liegt irgendwo in der Mitte. Jedes Mensch-Hund-Team ist anders und jeder muss seinen eigenen Weg finden. Was für das eine Mensch-Hund-Gespann die perfekte Methode ist, kann für andere völlig falsch sein.

Gute Hundeplätze sind rar gesät und die Ausbildungsmethoden oftmals so antiquiert, dass es fast schon ein Glückstreffer ist, einen Hundeplatz zu finden, der einem zusagt. Aber: "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit." Die Zahl guter Hundeplätze nimmt immer mehr zu.
Hundeplatz Ausbildung VDH Begleithundeprüfung Hundeplatz Regeln Begleithundprüfung Unterordnung Angst essen Seele auf
Der feinfühlige Hovawart spürt, wenn Ärger in der Luft liegt. Er will dann seinen unter Druck geratenen, innerlich vielleicht schon kochenden Hundeführer, für sein "Nicht-Funktionieren" immer mehr beschwichtigen und fällt regelrecht in sich zusammen. Und der unglückliche Hundeführer kann sich den immer schlimmer werdenden Blackout seines im Alltag doch so führigen Hovawarts nicht erklären. Da hilft dann nur eins: raus aus dem Stress und den Hund langsam in entspannter Umgebung neu aufbauen. Schaffen Sie irgendwo anders eine freundliche Atmosphäre und lassen Sie sich nicht beirren, auch wenn man Sie als "Weichei" tituliert. Demonstriert Ihr Hund in der "Unterordnung" dagegen eine "lachende" Gesichtsmimik, sind Sie auf dem richtigen Weg!
Begleithundeprüfung Hundeplatz Regeln Begleithundprüfung Unterordnung Auch wenn es einen Konflikt zwischen Hundeführer und Ausbilder gibt reagiert der Hovawart entsprechend. Schauen Sie sich Ihren Ausbilder also genau an und versuchen Sie möglichst, einen Ausbilder zu finden, der zu Ihnen und Ihrem Hund passt. Nehmen Sie nicht alles kritiklos hin, auch "wenn man das schon immer so gemacht hat". Auch die Hundetrainer kochen nur mit Wasser. Und wenn man versucht, Ihnen zu suggerieren, dass Sie Ihren Hund unbedingt mit Druck erziehen müssen und beim Hovawart nie "Alpha" werden, wenn Sie nicht hart genug durchgreifen, so ist das nicht nur fachlich falsch sondern auch verachtend gegenüber Mensch und Hund. Schauen Sie sich auch an, wie der Trainer mit seinem eigenen Hund umgeht. Leider sind viele Hundeführer dazu zu bequem. Hauptsache jemand sagt ihnen, was zu machen ist und sie müssen sich nicht mit sich selbst und dem Hund auseinandersetzen.

Irren ist menschlich. - Es ist nie zu spät, neue Wege zu beschreiten.
Und wie sagte schon Konfuzius: Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.

Hundeplatz Ausbildung Begleithundeprüfung Hundeplatz VDH Begleithundprüfung Regeln Unterordnung ... und bist du nicht willig, so brauch' ich Gewalt!

Der Hovawart ist dickköpfig und nicht leicht erziehbar. Und damit gibt es auch die perfekte Entschuldigung, wenn Dinge nicht so richtig klappen. Einer muss ja schuld sein: "Mit dem kann man nicht mehr erreichen, das liegt an der Rasse". Oder noch schlimmer - es wird auf Druck gesetzt, um den vermeintlichen Dickschädel zur Raison zu bringen: "Der ist eben stur, da muss man sich ordentlich durchsetzen, damit es klappt." Dann wird meist heftig an der Leine geruckt, in der irrigen Annahme, dies entspreche der natürlichen Bestrafungsart, die im Hunderudel angeblich über das Schütteln am Nackenfell erfolgt. Aber diese Ansicht ist längst widerlegt. Manchmal wird auch noch ein Stachelhalsband empfohlen, das die Zähne der Mutter repräsentieren soll. Doch Stachelhalsbänder sind eine der gröbsten Arten der "Erziehung" und Halsverletzungen sind an der Tagesordnung. Gerade ein Korallenhalsband bzw. Stachler verursacht Schmerzen nicht nur beim unerwünschten Verhalten des Hundes, sondern selbst dann noch, wenn der Hund sich wunschgemäss verhält. Nicht der Hund braucht das Stachelhalsband, sondern der Mensch, der nicht in der Lage ist, seinen Hund richtig zu erziehen. Doch der "bissige" Mensch braucht sich dann nicht zu wundern, wenn der Hund solch einer Aggression irgendwann ebenfalls mit Aggression begegnet. Von den sogen. "Elektrostimulationsgeräten" möchte ich hier gar nicht erst reden. Theorie und Praxis klaffen gerade dabei weit auseinander. Teletakt, Stachelwürger, Koralle oder ähnliche Instrumente sollten in die Museen für mittelalterliche Foltergeräte verbannt werden. Wie sagte schon E. Trumler: "Köpfchen statt Knöpfchen"! - Oder wie wär‘s mit einem dog-Roboter von Sony??

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Begleithundeprüfung Hundeplatz Regeln Begleithundprüfung Unterordnung Voll daneben
Man bekommt auf vielen Hundeplätzen auch immer noch gesagt, so müsse es sein, damit der Hund etwas lernt. Und er lernt dabei auch etwas: nämlich bestimmte Verhaltensweisen auszuführen aus Angst vor Schmerz - er lernt, dass sein Mensch manchmal unberechenbar und ohne für ihn einsehbaren Grund grob ist, was zum Vertrauensverlust führt. Diese rüden Erziehungsmethoden führen in einen Teufelskreis: Sie erzeugen Konfliktverhalten, denn der Hund versteht den Ablauf nicht, erinnert sich jedoch an die Strafe und gehorcht nicht oder nur zögernd, schnuppert z.B. "äußerst interessiert" auf dem Boden herum, um mit dieser Übersprungshandlung seinen Stress abzubauen. Und da der Hund seine Gefühle über seine Körpersprache offenbart, die Prüfungsordnung aber den "freudigen Hund" verlangt, bemüht man sich auf vielen Hundeplätzen um die Konditionierung von "Scheinfreude" (der Hund schaut zu seinem Herrn auf, aber die anderen Körpersignale deuten auf Stress). Welche Perversion der Prüfungsordnung! Wenn der Hovawart besonders geduldig ist, zeigt er dann sogar noch einige einschmeichelnde Verhaltensweisen - sie stammen aus dem Umkreis der Beschwichtigungsgesten, Vertrauen drücken sie nicht aus. Der Hund lernt jedenfalls nicht in Kooperation mit Herrchen oder Frauchen. Doch wenn diese sich sonst einigermaßen gut ihm gegenüber benehmen, sind die meisten Hovawarte ja auch bereit, uns ziemlich viel zu verzeihen ...
VDH Ausbildung Begleithundeprüfung Hundeplatz Regeln Begleithundprüfung Unterorndung Sicher ist Sicher
Auf vielen Hundeplätzen läuft die Ausbildung in zwei Stufen ab: dem Junghund wird das gewünschte Verhalten noch mit positiver Verstärkung beigebracht. Recht bald aber werden Strafen und negative Verstärkung eingesetzt um das erwünschte Verhalten "abzusichern". Wohl jeder, der in Sachen Hundetraining und -ausbildung aktiv ist, hat den folgenden Satz schon einmal vernommen: "Positive Bestärkung schön und gut. Aaaber: Wenn der Hund eine Aufgabe 100%ig sicher ausführen soll, dann muss man absichern". Absichern heißt dann, dem Hund klar zu machen, dass das richtige Verhalten zwar belohnt wird, es aber unangenehme Konsequenzen für ihn hat, sollte er es doch nicht tun. Nur dies, so die weit verbreitete Meinung, führt zum Erfolg. Doch ist das wirklich so?? Wir verlangen von unseren Hunden in der Ausbildung eine hohe Konzentration. Wenn ein Hund negative Emotionen mit einer Aufgabe verbindet, versucht er sie zu meiden. Fliehen kann er jedoch nicht, daran hindern wir ihn. Also versucht er, wenigstens mental aus dieser unangenehmen Situation zu fliehen, indem er sich leicht ablenken lässt, die Ablenkung regelrecht sucht. Bei fehlender Konzentration "hilft" dann wieder der Genickruck. Und immer noch lässt man Hunde mit Stachler in eine 20 m Leine rennen, wenn sie beim Voraus auf Kommando Platz nicht klappmesserartig zusammenfallen; und immer noch werden Hunde in der Ausbildung per Leine so herumgeschleudert, dass sie "per Luftpost" schnell in die richtige Position kommen - der Hund ist halt selber schuld, soll er doch besser aufpassen, sich mehr beeilen ... Aber was ist, wenn ein solcher Hund auf einer Prüfung die Erfahrung macht, dass unter diesen Umständen keine Strafe folgt? Dann wird die Prüfungssituation für ihn zu Sicherheitssignal. Und dann kann man einpacken.

Begleithundeprüfung Hundeplatz Regeln Begleithundprüfung Unterorndung Selbst wenn ein Sporthund, der nicht mit aversiven Mitteln abgesichert wurde, wirklich nicht ganz hund-ertprozentig zuverlässig wäre - was macht das schon?? Man bekommt in der Prüfung vielleicht ein paar Punkte weniger - aber man rettet dafür seine Seele und kann ruhig schlafen. Rein formelle Übungen, die nur im Wettkampf "Sinn" machen, können keine Rechtfertigung für aversive Methoden sein. Das wäre der moralische Bankrott. Es ist einfach ein Unterschied, ob man z.B. in der Erziehung ausnahmsweise mal einen Leinenruck einsetzt, um ein Tabu zu setzen oder ob man ständig am Hund herumreißt nur damit er in der Leinenführigkeit besser läuft. Wenn man an ein Ziel nicht mit hundefreundlichen Mitteln herankommt, war es das falsche Ziel für diesen Hund und diesen Hundeführer!

Kein anderes Tier hat ein vergleichbares Geschick entwickelt, menschliche Signale zu deuten und das eigene Verhalten danach auszurichten. Weder Wölfe noch die uns nahe stehenden Schimpansen haben im Deuten menschlicher Gesten die Meisterschaft der Hunde erreicht. Nutzen wir doch einfach dieses bewundernswerte Potential unserer vierbeinigen Freunde. Auch in der "Unterordnung". Gebrüll, Gewalt und technische Hilfsmittel werden diesem einzigartigen Lebewesen nicht gerecht!

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Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.
Mahatma Gandhi

Hundeplatz Ausbildung VDH Begleithundeprüfung Hundeplatz Regeln Begleithundprüfung Unterorndung ... es geht auch anders
Mangelnder Gehorsam liegt nicht nur an Sturheit oder Dominanz des Hovawarts. Was wir dann wirklich meinen: Der Hund ist nicht in Übereinstimmung mit uns und tut nicht das, was wir von ihm erwarten. Wenn manche verzweifelte Hundehalter klagen: "Mein Hund hört nur wenn er will", dann heißt das eigentlich nur, dass sie in ihrem "Werkzeugkoffer" noch nicht das richtige Lehrwerkzeug (d.h. die richtige Motivation) gefunden haben, das für ihren persönlichen Vierbeiner passend ist. Neben der notwendigen Autorität kommt es eben gerade darauf an, den Hund dazu zu bringen, dass er will. Lernen und Handeln braucht immer eine Motivation. Diese zu erzeugen, ist die Hauptaufgabe einer artgerechten, gewaltfreien Hundeerziehung. Hunde kennen kein richtig oder falsch, sondern nur "das lohnt sich" und "das lohnt sich nicht".
Man unterscheidet drei Formen der Motivation: Bei der Primärmotivation ist das Tun an sich die Motivation für den Hund; es macht ein gutes Gefühl zu rennen, zu jagen, zu erbeuten, zu fressen. Diese Tätigkeiten müssen von uns nicht belohnt werden, da sie an sich schon etwas Lustvolles sind. Bei der Sekundärmotivation wird wegen des Zieles gearbeitet, weil danach z.B. eine Belohnung folgt. Bei der Meidemotvation wird die Aufgabe erfüllt, weil der Hund anderenfalls etwas Unangenehmes zu erwarten hat, dem er entgehen möchte.
Dazu ein Beispiel: Primärmotivation: es macht Spaß hinter dem Apportierholz herzujagen, schnell zu laufen, von seinem Hundeführer angefeuert zu werden, das Holz zu erobern ...
Sekundärmotivation: wenn das Holz geholt und schnell zurückgebracht wird, wird der Hovawart belohnt / gelobt, der Hundeführer freut sich, erst die 'Arbeit' dann die Belohnung (Spiel, Leckerchen) ...
Meidemotvation: wenn der Hund das Holz nicht holt, wird gebrüllt, wenn er nicht schnell genug zurück kommt, wird an der Leine gezerrt, wenn er das Holz nicht aufnimmt, wird es 'zwangsweise' in den Fang gesteckt ... ( mehr zum Zwangsapport)

Lust statt Frust
Mit einigen Überlegungen kann sicher jeder Wege finden, seinen "schwer erziehbaren" Hovawart so zu motivieren, alles so in Spiele zu verpacken, dass beide Team-Partner Freude am gemeinsamen Tun haben. Leider ist Spaß mit dem Hund oder sogar Spaß FÜR den Hund auf vielen Hundeplätzen immer noch ein Fremdwort. Selbstverständlich kann man seinen Hund allein mit Zwang durch Prüfungen bringen oder man bringt ihm etwas zwangsweise bei und versucht, ihn anschließend wieder "aufzumuntern". Selbstverständlich sind einige Hunde bereit, für abschließendes Futter oder Lob für ihren Hundeführer etwas zu tun. Aber einen wirklich freudigen, temperamentvollen Hovawart erhält man nur, wenn man versucht, mit Hilfe der Primärmotivation und im Spielen die Lerninhalte nahezubringen (Tipps, wie man richtig mit dem Hund spielt).

Das Ziel im Hundesport sollte nicht ein Verhältnis Befehlsgeber - Befehlsempfänger sein, sondern Partnerschaft unter Führung des Menschen - ein Dream Team eben. Unterschätzen Sie nicht den Wert, den die soziale Anerkennung als Belohnung für Ihren Hund hat, des Verstanden- und Verbundensein. Nur eine solche Partnerschaft bringt uns weit über den Sport hinaus Erfolg, Glück und Befriedigung.

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi

Begleithundeprüfung Hundeplatz Regeln Begleithundprüfung Unterorndung Zwei Freunde, ein Team
Das "Geheimnis" einer harmonischen Hundeerziehung liegt darin, für unseren Partner mit der kalten Schnauze zum Mittelpunkt der Welt zu werden. Ein Hovawart, der durch positive Bestärkung motiviert ist, gerne mit und für seinen Menschen zu arbeiten, legt eine ganz andere Begeisterung und Hingabe an den Tag als solche Hunde, die aus Erwartung einer eventuellen Strafe bestimmte Dinge ausführen oder vermeiden. Der Hovawart ist mit Leckerchen und Spiel gut motivierbar. (Wie man seinen Hund artgerecht motiviert und erzieht, erfahren Sie auf meiner Seite über Hundeerziehung.) Auch Lob kann eine zusätzliche Bestätigung für richtiges Verhalten sein. Aber als alleinige "Prämie" für Gehorsam ist Lob in aller Regel nicht genug. Lob erfüllt in der Ausbildung hauptsächlich zwei Funktionen: entweder hat der Hund gelernt, dass Lob eine "handfeste" Belohnung ankündigt: Futter, Spiel, fröhliches Herumtoben mit seinem Menschen usw. Alleiniges Lob ist dagegen vor allem für Hunde bedeutsam, die nach der Methode "Ruck und Reiss" und anderen negativen Einwirkungen erzogen werden. Unter diesen Umständen bedeutet Lob und Streicheln: "Du brauchst im Moment keine Strafen zu befürchten." Darüber freut sich der Hund natürlich...

Doch Achtung: auch mit modischen Methoden kann man zu viel des Guten tun. Auch "Clickern" ist nichts anderes als ein Abrichten, Dressieren auf eine menschliche Gehorsamsübung: "Mach' mal den Kasper für mich!". Clickern bringt schnelle und verblüffende Erfolge. Aber das ist auch das Problem - man will immer mehr davon. Und dann wird zu viel am Hund herumgemacht und zu wenig Hund gelassen - der Hund wird zum Konditionierungsautomaten degradiert. Diese Ausbildung auf Knopfdruck ist zwar gewaltfrei, doch sie geht nicht ernsthaft auf das natürliche Verhalten von Hunden ein. Es ist ein technisches Mittel, das in unsere heutige Zeit passt, die soziale Komponente der Beziehung zwischen Hund und Mensch aber außen vor lässt. Der Hund lernt lediglich, auf ein Geräusch hin die Aufmerksamkeit auf das Futter zu lenken. Dieses emotionslose "Lob" trägt den kommunikativen und interaktiven Möglichkeiten des Hundes nicht im geringsten Rechnung. Clicker-Hunde funktionieren perfekt, leiden aber oft sehr unter Stress, sind manchmal nur noch ein Nervenbündel, eine Karikatur ihrer selbst.
VDH Ausbildung Begleithundprüfung Regeln Unterordnung Gehorsam ist gut und wichtig, aber man hüte sich vor allzuviel Ehrgeiz, sonst kommt das Verständnis für den Hund bald auf denselben. Für manche Leistungsnotoriker scheint der Sinn und Zweck des Hundehalterdaseins einzig und allein der Kampf um Punkte und Pokale zu sein. Doch in der Hundeausbildung sollte der Hund im Mittelpunkt stehen und nicht die Selbstprofilierung des Hundeführers. Auch wenn der Mensch den Pokal bekommt - die Arbeit macht der Hund. Doch unserem pelzigen Mitarbeiter ist egal, wieviele Punkte er in einer Prüfung gemacht hat. Ist ein Hund, der auf den Befehl "Platz" hin wie ein Taschenmesser zusammenklappt oder in der Freifolge wie ein Schatten am Knie seines Herrn klebt wirklich so erstrebenswert?? Und ist es nicht völlig unnatürlich, wenn ein Hund beim Vorsitzen so eng vor seinem Herrn sitzen muss, dass er seinen Kopf weit in den Nacken legen muss um zu seinem Herrn aufsehen zu können? Aber das bringt Punkte...

Wer ernsthaften Hundesport betreiben will, für den ist die Schulung der Genauigkeit jedoch sehr wichtig. Das Kommandieren rechts, links, kehrt usw. erfolgt nicht aus militärischen Gründen. Die Genauigkeit muss verlangt werden, damit der Richter überhaupt einen Bewertungsmaßstab hat. Hier unterscheidet sich diese Disziplin ganz wesentlich und entscheidend vom einfachen Erziehungskurs. Im Erziehungskurs kann der Hund links oder rechts gehen. Es muss auch nicht genau sein, sondern der Hund kann sich innerhalb der Toleranz der Leinenlänge bewegen. Beim Hundesport ist das Ziel, die einzelnen Disziplinen im Wettkampf messen zu können, und damit wird die Genauigkeit unerlässlich. Hier unterscheidet sich der Hundesportler vom Spaziergänger.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen
fragen Sie Ihren ....

Keine Beleidigung würde mich so hart treffen,
wie ein misstrauischer Blick von einem meiner Hunde.
James Gardner

Woran erkennt man, ob unser pelziger Mitarbeiter in der Ausbildung überfordert wird?
Leider sprechen wir während der Ausbildung meist nur zu unserem Hund und nicht mit ihm. Dabei haben uns unsere Vierbeiner viel zu sagen und teilen uns fortwährend mit, wie sie sich gerade fühlen. Wenn wir besser auf ihre Signale achten, können wir dafür sorgen, dass die jeweilige Herausforderung mit der bisher erworbenen Bewältigungsfähigkeit im Gleichgewicht steht.

Hundeplatz Ablauf Begleithundprüfung Unterordnung Stress lass nach
Wenn Hunde sich überfordert fühlen, zeigen sie mit den folgenden Verhaltensweisen, dass sie innerlich bereits stark angespannt sind. Dabei kann ein einzelnes Züngeln noch ein harmloses Aufmerksamkeitssignal sein, problematisch wird es aber, wenn diese Signale sich häufen:
- kurz die eigene Nase lecken, das sogenannte "Züngeln"
- mit der Zunge über die Lefzen lecken
- Gähnen
- sich Strecken und Dehnen
- Pfote heben
- Hecheln
- Speichelfluss
- Zittern
- Schreckhaftigkeit
- Unruhe, Hyperaktivität, Nervosität
- der Hund wirkt fahrig und unkonzentriert
- übertriebenes Schwanzwedeln
- Lautäusserungen wie Winseln oder Bellen
- Spielaufforderung, übertriebene Spiel- und Angrifflust
- in die Leine beißen
- Gras fressen
- äußerst "interessiertes" Schnuppern auf dem Boden
- verlangsamen, hinsetzen, hinlegen, erstarren
- Kopf abwenden, Hinterteil zukehren
- Kratzen im Nackenbereich
- schlagartig auftretende Schuppen
- Ausschachten des Penis
... und nach der Belastung schüttelt sich der Hund dann manchmal um sich der Spannung zu entledigen.

Zeigt Ihnen der Hund diese Signale, dann sollten Sie nicht noch mehr fordern, denn dann ist es kein Lernen mehr, sondern eine Überforderung von Ihnen an Ihren Hund! Schliessen Sie in diesem Fall die Übung mit einem einfachen "Sitz" ab und entfernen Sie sich von der Übungsstelle bis sich Ihr Freund erholt hat. Versuchen Sie dann, die Übung etwas einfacher zu gestalten und legen Sie immer wieder eine Tobepause ein.
Alle diese Signale können natürlich auch ganz gewöhnliche Ursachen haben. Schwanzwedeln drückt in den meisten Fällen Freude aus, müde Hunde gähnen auch. Je besser wir unseren Partner kennen, desto leichter fällt uns ein Interpretieren seiner Gesten.

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Der Unterschied zwischen Gehorsam und Unterordnung

Erziehung ist alles, Dressur ist nichts
Eberhard Trumler

Hundeplatz Ablauf Begleithundprüfung Unterordnung Die Gehorsamsübungen werden auch heute noch als "Unterordnung" bezeichnet. Deshalb möchte ich hier einmal mit einem alten Irrglauben aufräumen: Das Beibringen von Leinenführigkeit, Sitz, Platz, Bleib, usw. hat nichts mit einer funktionierenden Rangordnungsbeziehung zu tun - weder bei Verfolgung der alten Starkzwangmethoden noch bei Anwendung der modernen Motivationsmethoden aus der Lerntheorie. "Unterordnung" ist ein veralteter und unpassender Begriff, weil es nicht darum geht, den Hund unterzuordnen, sondern ihn zur Zusammenarbeit zu motivieren, was nicht ausschließt, dass bestimmte Regeln aufgestellt werden, die der Hund befolgen muss, und die wir (notfalls auch mal mit Nachdruck) durchsetzen.

Ein mit aversiven Mitteln erzogener Hund beugt sich lediglich der Gewalt anstatt sich in eine Hierarchie einzuordnen. Das führt dazu, dass sich der Hund nicht zum Rudel zugehörig versteht, sondern sich in einem ständigen opportunistischen Überlebenskampf sieht. So zeigt er dann erwünschte Verhaltensweisen nur in Gegenwart der Bedrohung, wogegen der eingeordnete Hund die Regeln des Rudels verinnerlicht und sie als seine eigenen ansieht.

Die Arbeit auf dem Hundeplatz hat nichts mit echter Unterordnung zu tun; es ist angelerntes Verhalten, das dem Hund Lob und Belohnung bringt und beschränkt sich auf die Übungssituation. Ein Hovawart, der seinen Menschen als Chef akzeptiert, wird Befehle, sofern sie ihm gut beigebracht worden sind und er sie auch wirklich versteht, ausführen. Umgekehrt wird aber kein Schuh daraus: Nur weil ein Hund Aufträge ausführt, heißt das noch lange nicht, dass er seinen Herrn als Chef akzeptiert! - Wieso? Hier kommt das Thema Motivation ins Spiel: Warum sollte ein Hund den Platzbefehl verweigern, wenn es ihm einfach egal ist, ob er nun steht, sitzt oder liegt oder wenn er gelernt hat, dass er auf diese Weise mit uns viel Spaß haben kann? Natürlich ist Spaß in der Ausbildung im Prinzip vollkommen in Ordnung. Mensch und Hovawart arbeiten zusammen, haben beide ihren Spaß, das stärkt die Bindung - und kann auch die Rangordnung stabilisieren. Aber es ist nicht automatisch ein Garant für eine funktionierende Einordnung des Hovawarts!
Wenn die Lust zur Pflicht wird
Viele Hunde, die auf dem Übungsgelände "gute Miene" zu den Ausbildungsmethoden ihrer Zweibeiner machen oder das Ganze als abwechslungsreiches Spiel sehen, hören außerhalb der festgelegten Trainingszeiten wesentlich schlechter und haben ihre Besitzer im Alltag richtig gut im Griff. Wie weit ein Hovawart seinen Menschen wirklich als Chef akzeptiert, sieht man dann, wenn er Aufträge erhält, die seinen inneren Bedürfnislagen entgegenstehen. Gerade weil wir in der Ausbildung über Motivation arbeiten, ist das tolle Laufen eines BH-Schemas nicht unbedingt der Tatsache zu verdanken, dass wir unseren Hovawart von unserer Chefposition überzeugen konnten, sondern unter Umständen allein der Tatsache, dass er gelernt hat, so mit uns zusammen Spaß haben zu können. Doch in schwierigen Situationen, bei starken Ablenkungen, die dem Hund wichtiger sind als ein paar Leckerchen, braucht man Autorität! Erst ihn von etwas abzubringen, das seine Leidenschaft ist, bzw. ihm etwas abzuverlangen, das er eigentlich blöde findet oder was er gerade nicht will - das erfordert einen gewissen (psychischen) Zwang, nämlich die Erkenntnis des Hovawarts, dass er eben tun muss, was sein Chef von ihm will. Gehorcht der Hund nicht, versucht er oft auszutesten: "Beharrt die Alte jetzt darauf, dass ich tue, was sie will oder nicht?" Deshalb muss der Hundeführer dem Hovawart auch im Alltag klar machen, dass letztlich er als Mensch die Entscheidung trifft. Das erfordert Konsequenz: Der Hovawart muss sich einprägen, dass die Befehle seines Herrn weder Bitten noch Appelle sind oder der Beginn einer Verhandlung, sondern vielmehr Anweisungen, die auf der Stelle auszuführen sind.

Die Rangordnung zwischen Mensch und Hund wird nicht auf dem Hundeplatz festgelegt, sondern zu Hause, im ganz normalen Umgang miteinander. Ohne Erziehung ist Hundesport nicht möglich. Wenn es Probleme mit der Rangordnung gibt, sollte der Hundehalter erst mal seine "Hausaufgaben" machen, denn das Problem entstand zu Hause und kann auch nur dort bereinigt werden. Werden die Gehorsamsübungen der BH maßvoll durchgesetzt, unterstreichen allerdings auch sie den höheren Status des Menschen - genauso, wie der dominierende Wolf/Hund die Bewegungsabläufe des Rangniedrigeren einengt.

Wenn du die Absicht hast, dich zu erneuern, tu es jeden Tag.
Konfuzius

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Die VDH-Begleithundprüfung
mit Verhaltenstest und Sachkundeprüfung (BH/VT)

Die Begleithundprüfung ist die wohl am häufigsten abgelegte Prüfung auf Hundeplätzen. Sie darf ausschließlich von einem Verein abgenommen werden, der beim VDH (Verein für das Deutsche Hundewesen) anerkannt ist. Sie ist unbedingte Voraussetzung für den weiteren Hundesport (Teilnahme an Agility-Turnieren, Fährtenhundeprüfung, VPG, IPO). Prüfungen, wie Hundeschulen, Jäger oder auch der IRJGV (Internationaler Rasse- , Jagd- und Gebrauchshundeverband) sie anbieten, werden bei diesen Hundesportarten nicht anerkannt. An dieser Prüfung können auch Mischlinge teilnehmen, der Hundeführer muss lediglich Mitglied in einem VDH-Hundeverein sein. Der Hund muss gechipt oder tätowiert sein, um eindeutig identifiziert werden zu können.

Zur BH muss unser Vierbeiner ein Mindestalter von 15 Monaten haben. Bei der Vorbereitung auf diese Prüfung lernt der Hovawart die Dinge, die für das Zusammenleben von Mensch und Hund unerlässlich sind: das ordentliche Gehen "bei Fuß" ohne zu zerren, Herankommen, Sitzen oder Liegenbleiben auf Zuruf. Und er lernt auch, wie man sich als Hund im Straßenverkehr und bei der Begegnung mit Radfahrern und Joggern oder auch mit anderen Hunden zu benehmen hat. Die BH ist die niedrigste der Leistungsprüfungen und gilt quasi als "Hundeführerschein". Sie ist zwingende Voraussetzung für alle weiteren sportlichen Aktivitäten mit dem Hovawart.

Die Prüfung des Hundes erfolgt in zwei Bereichen. Zum Einen wird auf dem Hundeplatz die sogenannte Unterordnung gezeigt und zum Anderen im Anschluss auf der Straße im Verkehr das sichere Verhalten des Hundes überprüft. Auch müssen wir als Hundeführer (HF) einen Sachkundenachweis (Beispiel) ablegen, wenn wir unseren Hovawart weniger als drei Jahre haben und es unser erster Hund ist. Fällt man durch die anderen Teile der Prüfung, besitzt die erfolgreich abgelegte Sachkundeprüfung dennoch weiterhin Gültigkeit. Das gilt auch für alle weiteren BHs, die man eventuell später noch laufen möchte.

Bei der Prüfung werden von unserem Vierbeiner ein sozial verträgliches Verhalten, gute Nerven und Gehorsam verlangt. Hunde, die mit Aggressionen oder Schreckhaftigkeit reagieren oder nicht im Gehorsam stehen, können diese Prüfung nicht bestehen. Dazu dient auch die Unbefangenheitsprobe (Verhaltenstest), bei der vor Beginn der Prüfung i.d.R. die Kontrolle von Chip- oder Tätonummer erfolgt. Reagiert der Hund hierbei aggressiv, wird er von der weiteren Prüfung ausgeschlossen. Die Unbefangenheit (das Verhalten) wird auch im gesamten weiteren Prüfungsverlauf bewertet und kann auch später noch zum Nichtbestehen führen.

Im Unterordnungsteil wird ein Schema mit und ohne Leine bei Fuß gegangen. Jede Übung beginnt mit der sogenannten Grundstellung und endet auch mit dieser. Hierbei muss der Hund gerade an der linken Seite des HF sitzen. Für jede Übung gibt es vorgeschriebene Hörzeichen und es sind keine weiteren Hilfen erlaubt. Für alle Übungen gibt es genau festgelegte Regeln, die in einer Prüfungsordnung nachzulesen sind. Die einzelnen Übungen werden mit Punkten bewertet und für Fehler durch den Hund oder den Hundeführer gibt es entsprechende Abzüge.

(Erziehungstipp "Leinenführigkeit beim Welpen": hier)

Leinenführigkeit (15 Punkte):
Auf das Hörzeichen "Fuss" soll der Hund dem HF freudig aus der Grundstellung folgen. Hierbei soll der Hund mit seiner Schulter in Höhe des linken Knies bleiben. Er darf nicht seitwärts laufen, vordrängen oder zurückbleiben, all dies gibt Abzüge. Die 1m-Leine wird in der linken Hand gehalten und soll locker durchhängen. Dabei muss das Team ein genau festgelegtes Schema laufen, worin auch verschiedene Schrittarten wie der Langsam- und der Laufschritt zu zeigen sind. Außerdem müssen mindestens eine Rechts-, Links- und eine Kehrtwendung gezeigt werden. Auf Anweisung des Richters geht das Team dann in Form einer Acht durch eine Gruppe aus vier Personen und muss in dieser Gruppe einmal halten, wobei sich der Vierbeiner ohne Kommando hinsetzen soll.

Freifolge (15 Punkte):
Nun wird der Hund in der Grundstellung abgeleint, das Team geht direkt wieder in die Gruppe hinein und zeigt dort wieder einen Halt. Danach muss der HF mit freifolgenden Hund das gesamte Schema nochmals laufen, wobei in der ersten Geraden zwei Schuss aus einer Schreckschusspistole abgegeben werden. Hierbei soll der Hund nicht schreckhaft und nicht aggressiv reagieren.

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Sitzübung (10 Punkte):
Von der Grundstellung aus geht das Team mind. 10 Schritte geradeaus, der HF gibt dann das Kommando "Sitz" und geht, ohne seine Gangart zu ändern, mindestens 30 Schritte weiter. Dort bleibt er stehen und dreht sich zu seinem Hund um. Der Hund muss sich auf das Hörzeichen schnell hinsetzen, jedes Zögern oder auch weiter mitlaufen wird mit Punktabzug bestraft. Auch wenn er sich statt zu setzen hinlegt oder stehen bleibt, bedeutet dies Punktabzug. Auf Richteranweisung begibt der HF sich dann zu seinem Hund zurück und nimmt wieder die Grundstellung ein.

Platzübung - auch Ablegen in Verbindung mit Herankommen genannt (10 Punkte):
Wieder geht das Team aus der Grundstellung mindestens 10 Schritte geradeaus, der HF gibt das Kommando "Platz" und geht wieder ohne seine Schrittart zu ändern mindestens 30 Schritte weiter. Er bleibt stehen, dreht sich um und hofft, dass sein vierbeiniger Partner liegt ;-). Der Hund muss sich auf das Hörzeichen sofort hinlegen. Nun ruft der HF auf Richteranweisung seinen Hund mit dem Hörzeichen "Hier" zu sich heran. Hierbei sollte der Hund freudig in schneller Gangart auf den HF zulaufen und sich dicht vor ihn hinsetzen. Auf erneutes Hörzeichen "Fuß" muss der Hund die Grundstellung selbstständig einnehmen, d.h er muss sich an die linke Seite des HF begeben und hinsetzen.

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Dauerablage - auch Ablegen des Hundes unter Ablenkung genannt (10 Punkte):
Bevor der nächste HF seine Unterordnung beginnt, muss der HF seinen Hund auf einen vom Richter zugewiesenen Platz führen und ihn dort mit dem Kommando "Platz" ablegen. Die Leine wird dabei entfernt und es darf auch kein Hilfsmittel bei dem Hund zurückbleiben. Dann muss sich der HF mindestens 30 Schritte von seinem Hund entfernen und mit dem Rücken zu ihm stehenbleiben ohne sich umzudrehen. Nun soll der Hund auf diesem Platz ruhig verweilen, bis der zweite Hundeführer seine Unterordnung beendet hat.

Die Überprüfung im Straßenverkehr beinhaltet Elemente wie Jogger oder Inline Scater, vorbeifahrende Rad- oder Autofahrer, Menschenmengen in denen der Hund Sitz und Platz zu machen hat und das Passieren von anderen Hunden während der eigene Hundeführer sich außer Sicht befindet. Der Verkehrsteil wird nicht mit Punkten bewertet, sondern das Gesamtbild des Hundes zählt. Er darf keinerlei Aggressionen gegenüber Menschen oder seinen Artgenossen zeigen, auch sollte er nicht ängstlich reagieren. Ein ausgeglichenes ruhiges Wesen ist gefragt. Haben wir unseren treuen Vierbeiner vernünftig aufgezogen, wird dieser Teil der Prüfung überhaupt kein Problem für uns sein.

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