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der Geschlechtsreife
10.-18. Monat

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Zickenalarm

Der Rüde ist der Kopf,
aber die Hündin ist der Hals.
Und sie dreht ihn dahin,
wo sie will!

Die freche Schnepfe mit 13 Monaten
Sie ist 65 cm groß und wiegt 31,9 kg

Erziehungstechnisch verlief die Pubertät bei Carla völlig problemlos. Von der oft beklagten temporären Taubheit war bei ihr nichts zu spüren. Auch in dieser Zeit blieb sie unkompliziert und jederzeit lernbereit.
Es gab lediglich eine ganz kurze Phase, in der sie manchen Hündinnen gegenüber eine leichte Unsicherheit zeigte und sie "vorsichtshalber" erst mal angeknurrte. Aber Carla sollte nicht lernen, dass man mit Getöse Erfolg haben kann. Deshalb habe ich kritische Kontakte unterbunden und darauf geachtet, dass die Wogen nicht allzu hoch schlugen. Sensiblen Hunden gegenüber zeigte sie aber weiterhin ein vorbildlich-rücksichtsvolles Sozialverhalten.

Einen Tag nach der NZB (Nachzuchtbeurteilung), also im Alter von genau 1 Jahr und 3 Tagen, wurde Carla zum ersten Mal läufig. Während der ersten Tage haben wir das Verhalten unseres Pärchens genau beobachtet. Da Argus deckerfahren ist, hielt sich das Problem in Grenzen. Er weiß genau, wann es sich lohnt und wann nicht. Am 10. Tag begann Argus, Carla vorsichtig zu bedrängen. Das war für uns der Startschuss, die Beiden innerhalb des Hauses zu trennen. Oben die Frauen-WG, unten die Männer-WG. Während der Trennung habe ich Carla täglich mit einem weißen Papiertuch abgetupft um die Veränderungen genau verfolgen zu können. Als sich die Standhitze dem Ende zuneigte, haben wir die Hunde dann probeweise an der Leine kurz zusammen gelassen, um den "Stand der Dinge" zu testen. Bereits am 17. Tag war das Feuer definitiv erloschen und wir sind zum ersten mal wieder mit beiden Hunden an der Leine gemeinsam spazieren gegangen. Trotzdem schlugen die Wellen anfangs noch hoch: Argus flirtete immer noch heftig, Carla ließ ihn aber nicht mehr an sich heran. Sicherheitshalber haben wir Carla zu Hause während des ersten gemeinsamen Tages noch ein eng sitzendes Hundeschutzhöschen angezogen. Das schützt zwar nicht wirklich vor Bedeckung, aber es behindert die Hunde erst mal und man gewinnt Zeit, schnell noch einzugreifen, falls wider Erwarten doch noch "was passiert". Verlassen sollte man sich darauf aber nicht. Schon so mancher Rüde konnte seine Hündin doch noch mal "überreden". Deshalb muss das Pärchen in der ersten Zeit nach der Wiedervereinigung unbedingt unter ständiger Kontrolle bleiben. Die Trennung unseres Pärchens bei den folgenden Läufigkeiten dauerte zwischen 6 und 10 Tagen. "Gefährlich" kann es vom 7. bis zum 21. Tag sein. Das ist je nach Hündin verschieden.

Wenn Argus im Garten Freilauf hatte, tauchte er wie eine Erscheinung ständig an allen Fenstern gleichzeitig auf ;-) Und wenn Carla das merkte, schmachteten die Beiden sich durch die Scheibe an. Zusammen mit den Durchbruchversuchen an den Innentüren war diese Zeit der Standhitze für alle Beteiligten ziemlich stressig. In seiner Not bedrängte Argus sogar unseren kastrierten Kater, der das Liebeswerben des großen Rüden aber ganz gelassen über sich ergehen ließ.
Wer seinem Hundepärchen über diese aufregende Zeit helfen will, kann versuchen, die Liebespein des Rüden mit homöopathischen Mitteln zu mindern. Aber man mache sich auch nichts vor. Ein triebstarker Rüde wird sich damit nicht auf Null fahren lassen. 4 Wochen vor Beginn der Hitze kann man dem Rüden einmalig Platinum D 200 geben. Bis zur Hitze gibt man dann Origanum D 12 1 x täglich und sobald Madame heiß ist, bekommt der Rüde Agnus castus D6 3 x täglich, bis er aufhört. Falls der gewünschte Effekt bei Agnus zu wenig ist, kann man auch 3 x täglich Gelsemium D6 geben, evtl. noch zusätzlich zu Agnus, sobald er Interesse zeigt.
Gleichzeitig kann man der Hündin vom ersten Tag an STOZZON Tabletten aus der Apotheke geben (3 x 1 Tabl./Tag, an den Stehtagen 3 x 4 Tabl./Tag) und zusätzlich einen Eßlöffel naturtrüben Apfelessig ins Futter geben zusammen mit Joghurt und etwas Honig. Die Hunde lieben es und gesund ist es obendrein. Dieses Stozzon wird aus dem Blattgrün der Pflanzen gewonnen und mindert die Sexuallockstoffe der Hündin.

Wie die Zeiten sich doch ändern:

Zu Beginn erobert Argus immer noch die Beißwurst, aber Carla nutzt jede kleine Unaufmerksamkeit schamlos aus
(auf dem rechten Bild liegt die Beißwurst zwischen den Beiden)

Eh' Argus sich versieht, klaut die freche Zicke ihm die Beißwurst und rennt los.

Vertauschte Rollen - nun ist es an ihm, der Beißwurst nachzujagen.

Kampf der Titanen

Argus versucht sich durchzusetzen, aber das ist gar nicht mehr so einfach.

Argus legt seine Pfote auf Carlas Brust,
um sie unten zu halten. >

Argus verlangt von Carla auf jedem Spaziergang eine Unterwerfung, was Carla allerdings wenig beeindruckt.
Beide Hunde sind sehr selbstbewusst - da will keiner nachgeben.

Es wird nicht mehr allzu lange dauern,
bis Carla das Zepter vollends übernimmt ...

Die junge Hündin gibt heftig Widerworte und sagt dem großen Rüden ihre Meinung ...

... aber Argus ist Kavalier und wird bald vollends Carlas Charme erliegen.

Ich meine, Argus ist sogar richtig stolz auf seine Gefährtin.


Wie heißt es doch so schön:
"Was sich neckt, das liebt sich"
oder war es eher anders herum?

Hundewelpe Trächtigkeit Entwicklung Hundes Welpenerziehung Hitze Kastration Flegeljahre Alter Hündinnen beissen Angst Welpenerziehung Hovawart Welpen bissige aggressiv Territorialverhalten geschlechtsreif Lebensphasen Welpenerziehung Welpenspielgruppe

Geschlechtsreife - 10. bis 18. Monat Erziehung Junghund scheinschwanger Läufigkeit Scheinschwangerschaft Erziehung des Junghundes
Nur wer die Sehnsucht kennt ...

Nach der Pubertät ist der Junghund geschlechtsreif, der Rüde etwas später als die Hündin. Beim Rüden äussert sich das in rüpelhaftem Benehmen (sogen. 2. Pubertät). Er kommt sich jetzt ungewöhnlich stark vor, meint, nun jedes erhöhte Gänseblümchen begießen zu müssen und fängt an, nach dem Markieren zu Scharren. Er interessiert sich jetzt für das andere Geschlecht. Gibt es eine läufige Hündin in der Nachbarschaft, haben manche Rüden nur noch eins im Sinn. Sie fressen nicht mehr, schlafen kaum noch und singen nur noch Liebeslieder. Wenn sein Liebeskummer nicht mehr erträglich ist, kann man ihm während der "akuten Phase" eine Woche lang Agnus Castus D6, 5 Kügelchen täglich, geben und evtl. vor der Hitze der Hündin schon 3 x 1 Tablette Origanum D30 pro Tag. Zur Kastration gibt es hier einen Artikel. Und bedenken Sie: viele übermäßig triebhafte Hunde sind einfach nur unterbeschäftigt.

Hovawarthündinnen kommen normalerweise im Alter zwischen 8 und 15 Monaten in ihre erste Hitze und entwickeln einen Läufigkeits-Rhythmus von 6 bis 9 Monaten. Es kommt nicht selten vor, dass die erste Oestrus-Periode relativ schwach ausfällt und man es kaum bemerkt, deshalb nennt man sie auch "stille Hitze". Man achte daher auf intensives Lecken der Hündin im Vaginalbereich und auf häufigeres Urinieren. Dabei markiert die Hündin manchmal fast so wie ein Rüde. Loben Sie Ihre Hündin, wenn sie sich selbst reinigt. Und wenn sie mal ein Tröpfchen verliert, rufen Sie sie, zeigen Sie es ihr und loben Sie sie, wenn sie es wegwischt. Durch die Hormonumstellung kann sie sich sehr wesensverändert geben, d.h. wenn sie vorher auch noch so voller Elan war, so kann es jetzt sein, dass sie sehr ruhig ist und nicht mehr spazieren gehen will oder wenn doch, dann klebt sie an Ihrem Bein, ist besonders anhänglich und schmusebedürftig. Ein böses Wort von Ihnen, und sie ist am Boden zerstört. Bedauern Sie sie bitte nicht, sondern verschaffen Sie ihr viel Bewegung und Ablenkung.

Erst nach der 3. oder 4. Läufigkeit ist die Hündin wirklich erwachsen und auch der Rüde entwickelt sich bis zu seinem 3. Geburtstag geistig immer noch weiter.
Welpenentwicklung Jundhund
Vorsicht ist die Mutter der Wurfkiste
Meist ziehen die Hündinnen im Frühjahr und Herbst ihr Hochzeitskleid an, es gibt aber bei den Einzeltieren viele Unterschiede. Die Läufigkeit dauert 3-4 Wochen. Während dieser Zeit gehört die Hündin an die Leine, denn ganz genau weiß man nie, wie lange und ab wann die Hündin empfängnisbereit ist. Auch solange die Hündin noch dunkler blutet oder wenn die Blutung schon vorbei zu sein scheint, kann es zur Befruchtung kommen. Im Normalfall kann man ab dem 22. bis 24. Tag Entwarnung geben. Aber es hat auch am 19./20. Tag noch erfolgreiche Deckakte gegeben und es wird sogar von Deckakten am 5. und 29. Tag berichtet. Der Hundebesitzer trägt die Verantwortung dafür, dass "nichts passiert". Das ist zwar alles "Natur", aber es gibt schon genug ungewollte Hunde. Verhütung
Weil Hovawarte spät reif sind, sollten Hündinnen frühestens im Alter von 2 Jahren kastriert werden - wenn überhaupt.
Bei vorher kastrierten Hündinnen verzögert sich die physische und psychische Entwicklung, was sich vor allem im Umgang mit Artgenossinnen negativ auswirkt: Zu jung kastrierte Hündinnen werden durch den hormonellen Eingriff in ihrer Entwicklung zum selbstbewussten, erwachsenen Hovawart massiv eingeschränkt. tendenziell behalten sie das unterwürfige Benehmen eines Junghundes und werden dementsprechend von Artgenossinnen häufiger dominiert.
Frühkastrationen (vor der ersten Läufigkeit) sind generell abzulehnen. Sie führen zu chaotisch-unsicheren, meist lebenslang kindsköpfigen Hunden, die auch im Bezug auf ihre Leistungsfähigkeit nicht voll ausreifen können. Das hat mit der Entwicklung des Gehirns zu tun, wo unter dem Einfluss des Sexualhormonanstiegs in der Pubertät nochmals Nervenverknüpfungen umgebaut werden.
Die angeblich sehr starke Verringerung der Tumorrisiken durch eine vorbeugende Frühkastration ist nach neueren Untersuchen sehr fraglich. Risikofaktoren für das Entstehen von (Gesäuge-)Tumoren sind v.a. Fettleibigkeit und zu eiweißreiche Ernährung im ersten Lebensjahr oder das wiederholte hormonelle Unterdrücken der Läufigkeit.
Vor- und Nachteile der Kastration bei Hündinnen
Interview zum Thema "Kastration als Krebsprophylaxe bei Hündinnen"
Der Duft der Frauen - Rüden wollen jetzt immer nur das eine ...
Erziehung Junghund scheinschwanger Läufigkeit Scheinschwangerschaft Erziehung des Junghundes
Die Vorbrunst (Wachstumsphase, Proöstrus) dauert zwischen 3 und 22 Tagen, der Durchschnitt liegt bei 9 Tagen. Schon im Anfangstadium des Proöstrus ist eine Hündin für Rüden hundum sexy und attraktiv. Während dieser Zeit kommt es zur Produktion von Östrogenen und es reifen die Follikel heran, die die Eizellen umgeben. Die Hündin leckt sich jetzt häufiger und ca. ab dem 3.-5. Tag nach Hitzebeginn nimmt der Ausfluss derart zu, dass die Hündin mit ihrer Selbstsäuberung nicht mehr nachkommt. Bis zum Ende der ersten Hitzewoche ist der Ausfluss dünnflüssig, dunkelrot. Ein verhältnismäßig starker Ausfluss hält bis zum 9.-14. Tag an und in dieser Zeit ist die Hündin für Rüden am attraktivsten. Ab dem 7. oder 8. Tag sollte man nur noch einsame Wege gehen. Führt man in dieser Zeit eine Hündin spazieren, selbst am Abend und angeleint, so "spricht" sich ihr Zustand bei den Rüden rasch herum. Sie führt einen "tollen" Duft mit sich und hinterlässt überall Kontaktanzeigen für jeden Rüden ringsum. Und auch wenn man es mit Hausmitteln wie Yoghurt mit 1 EL Apfelessig und Honig sowie Chlorohpylltabletten (Stozzon, 3 x 1 Tabl./Tag, an den Stehtagen 3 x 4 Tabl./Tag) versucht, bekommt es doch der eine oder andere Frauenheld mit. Nach Schnuppern und Lecken im Genitalbereich der verführerischen Schönen versucht er nicht selten die Hündin zu besteigen, doch sie wehrt in dieser Phase noch heftig ab, im Extremfall bis zum Wegbeißen. Vierbeinige Minnesänger können Sie evtl. vermeiden, indem Sie keine Spuren von der Haustür weg legen, packen Sie Ihre Dame lieber gleich ins Auto und fahren Sie zu abgelegenen Spazierwegen in fremden Revieren. Dort kann sie ihr Bewegungsbedürfnis abreagieren ohne die Rüden der Nachbarschaft mehr als nötig aufzuregen. Am besten geht man auch zu ungewöhnlichen Zeiten, also ganz früh oder ganz spät, dann aber ausgiebig. Sicherheitshalber sollte man die Hündin an einer (langen) Leine führen und immer eine zweite Leine dabei haben, um heißgelaufene herrenlose Verehrer notfalls irgendwo anbinden zu können (möglichst bald natürlich wieder befreien!). Und auch ein Schutzhöschen, das man der Hündin (nachdem sie sich entleert hat) im Notfall drüber ziehen kann, leistet gute Dienste. Dann hat man im Falle des Falles mehr Zeit, noch zu reagieren. So ein Höschen ist bei einer Hündin, die viel markiert, aber auch schnell vollgesogen. Wird die Hündin von einem Rüden bedrängt, bleiben Sie auf keinen Fall stehen; immer in Bewegung bleiben. Setzt die Dame sich hin, stellen Sie sich am besten hinter sie. Erfolgreich wird man Rüden auf Freierspfoten meist los, wenn man sie mit einer Wasserpistole beschießt. Hat man dem Wasser etwas ätherisches Öl wie z.B. Eukalyptusöl zugesetzt, wird die Wirkung noch verstärkt. Oder man verdünnt etwas ätherisches Teebaum- oder Zitrusöl mit Wasser und besprüht die Hündin damit. Auch das soll eine nachhaltige Wirkung haben ...
Welpenentwicklung Jundhund
... aber auch "hot dogs" sind nicht abgeneigt ...
Die "Hochzeit" des Oestrus (Sekretionsphase) beginnt meist zwischen dem 11. und 22. Tag nach der ersten Blutung. Im allgemeinen dauert diese etwa 9 Tage, aber wiederum gibt es einen Spielraum zwischen 3 Tagen und 3 Wochen! Die Beschaffenheit des Läufigkeitssekrets wird dünnflüssiger, wässriger, z.T. schleimig und rosa-trüb. Die Schwellung des Geschlechtsteils lässt sichtbar nach. Etwa vom 2. bis 4. Tag des Östrus (also 12 bis 14 Tage nach der ersten Blutung) ist die Hündin aufnahmebereit, besonders am Ende dieser Zeit. Die Hündin wehrt nun keinen Rüden mehr ab. In dieser Hochbrunstphase "steht" die Hündin mit seitlich gehaltener Rute vor dem Rüden und bietet sich an. Während dieser kritischen Zeit braucht die Hündin ein Höchstmaß an Überwachung, denn nicht selten sucht eine Hündin das Weite, um einen passenden Rüden zu finden. "Läufigkeit" kommt schließlich von Laufen.
Welpenentwicklung Jundhund
Gelegenheit macht Liebe
Das beste Verhütungsmittel ist die Leine und lückenlose Kontrolle. Das sollte während der paar Tage wirklich nicht zu viel verlangt sein. Sollten Sie jedoch mal "geschlafen" haben und das Pärchen gerade mitten im Fehltritt erwischen, zügeln Sie sich bitte und trennen Sie sie auf keinen Fall! Das wäre nicht nur brutal, sondern kann bei beiden erhebliche Verletzungen verursachen. Auch der Eimer mit kaltem Wasser sollte der Vergangenheit angehören. Geduld also, bis das Werk vollendet ist - dann schämen Sie sich ... und traben mit Madame zum Tierarzt, der zwischen dem ersten und fünften Tag mittels Spritze mit Antigestagenen eine Trächtigkeit noch verhindern kann. Soll die Hündin die Welpen austragen, gibt es hier einen interessanten Trächtigkeitskalender.
Welpenentwicklung Jundhund
Wenn die Hormone Achterbahn fahren ...
An die Hitze schließt sich der Metöstrus an. Da Hündinnen, unabhängig ob sie verpaart wurden oder nicht, dem gleichen Hormonwechsel unterliegen, kommt es bei nahezu allen zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Scheinträchtigkeit. Wie viele andere Tierarten stellen sich Hündinnen nach dem Oestrus auf das Austragen von Welpen ein, ganz gleich, ob sie befruchtet worden sind oder nicht. Das ist ein Relikt aus Wolfstagen und hat in der Natur durchaus seinen Sinn. Im Wolfsrudel synchronisieren die Fähen ihre Läufigkeit. Dadurch erhöht sich die Überlebenschance der Welpen der Alpha-Wölfin, falls dieser etwas zustoßen sollte. Auch eine nicht tragende Hündin zeigt dann oft alle Anzeichen einer bevorstehenden Geburt, die natürlich gar nicht erfolgen kann. Diese sogenannte Scheinträchtigkeit (Pseudogravidität) ist keine Krankheit, sondern ein ganz normaler Teil des Zyklus der Hündin, ledigilich die Ausprägung ist von Hündin zu Hündin verschieden. Etwa 2/3 der Hündinnen zeigen Anzeichen der Scheinschwangerschaft. Der Höhepunkt liegt ca. 6 bis 8 Wochen nach den Stehtagen, dauert 2 bis 4 Wochen und steigert sich, wenn es auf den fiktiven Geburtstermin zugeht (ca. 63 Tage nach der Standhitze). Ca. 2 Wochen nach dem imaginären Geburtstermin, vergeht die Scheinschwangerschaft von selbst und die gewohnte Power und Schnelligkeit kehrt zurück. Viele Hündinnen sind während der Scheinträchtigkeit ganz besonders anhänglich und schmusig, ihren Artgenossen gegenüber dagegen eher zickig. Manche Hündinnen sind während der Scheinträchtigkeit völlig außer Kurs, legen sich in eine dunkle Ecke und winseln, springen wieder auf und rennen ziellos herum. Andere entwickeln sich zum Trauerkloß, wirken wesensreduziert, sind apathisch, schlapp, lustlos, fast depressiv. Am stärksten sind die Symptome oft bei Hündinnen, die nicht ausgelastet sind. Gehen Sie mit ihrem Häufchen Elend dann viel raus, spielen Sie mit ihr oder bringen ihr neue Tricks bei - tun Sie alles was sie davon abhält, in ihrer Melancholie zu versinken. Einige Hündinnen entwickeln geradezu extreme Anzeichen der Trächtigkeit, selbst die Laktation setzt ein (Milchproduktion) und das Körpergewicht nimmt zu. Manche Hündinnen bauen sogar ein Nest mit der Schlafdecke oder anderem verfügbarem Material. Sie schleppen dann evtl. auch Gegenstände als Welpenersatz in ihr Lager und es kann auch sein, dass diese "Welpen" aggressiv verteidigt werden. Besonders gern mögen sie hierfür quietschendes Spielzeug. Entfernen Sie bitte rechtzeitig alle Spielzeuge, die die Hündin als Welpen "missbrauchen" könnte. Beschäftigen Sie Ihre Hündin in dieser Zeit möglichst viel, um sie von ihrer eingebildeten Trächtigkeit abzulenken und füttern Sie sie ab Ende der Läufigkeit möglichst knapp und geben Sie ihr v.a. weniger Kohlehydrate, damit der Körper ihr "sagt" dass er die Ressourcen selbst benötigt. Das kann ruhig 30 % weniger Futter sein und die doppelte Bewegung. Damit kann man die Scheiträchtigkeit oft ganz elegant umgehen. Nur falls die Scheinträchtigkeiten allzu heftig sind, kann man notfalls über eine Kastration der Hündin nachdenken. Allerdings lässt sich das meist auch sehr gut homöopathisch behandeln. Überwiegen die psychischen Symptome kann man Ignatia geben, bei Hündinnen die Milch bilden, sollte man es mal mit Pulsatilla versuchen. Will man die Reinigung der Gebärmutter unterstützen, ist Metrovetsan ein gutes Mittel. Auch Bachblüten (Red Chestnut, Chicory, Honeysuckle und Cherry Plum tägl. 4x4 Tropfen) sind bei Hündinnen, die in der Scheinschwangerschaft zur Lethargie neigen, einen Versuch wert. mehr...

Nach der Scheinschwangerschaft bauen sich bei der Hündin die oberen Schleimhautschichten der Gebärmutter ab um sich anschließend neu aufzubauen. Dieser Vorgang dauert weitere 2 Monate. Erst danach (also ca. 120 Tage nach der Standhitze) befindet sich die Hündin in einer Zeit relativer Geschlechtsruhe (Anöstrus), bevor der Zyklus mit der erneuten Läufigkeit wieder von vorne beginnt. Die Zeit der Geschlechtsruhe ist die Zeit, in der die Hündin am leistungsfähigsten ist.


Neue Studie über die Kastrationsfolgen bei Hunden:

Wenn Sie mit dem Gedanken einer Kastration bei Ihrem Hund spielen, dann fragen Sie bitte Ihren Tierarzt, denn eine Kastration bringt nicht nur Vorteile sondern auch eine ganze Reihe von Nachteilen mit sich, die sich nicht immer beheben lassen.

Die neueste Untersuchung bei kastrierten Hunden (Bielefelder Studie, von Frau Dr. Gabriele Niepel) zeigt folgendes auf:

Bei Hündinnen:
49% zeigen Fellveränderungen
44% zeigen Gewichtszunahme
40% zeigen vermehrten Hunger
28% zeigen Harnträufeln (Inkontinenz)
22% sind aktiver
15% sind lethargischer
11% sind aggressiver gegen Hunde allgemein
9% sind aggressiver gegen Hündinnen

Bei Rüden:
47% zeigen Gewichtszunahme
46% zeigen vermehrten Hunger
45% zeigen das Verschwinden von vormaliger Vorhautentzündung
32% zeigen Fellveränderunge
34% sind weniger aggressiv gegen Rüden
9% zeigen Harnträufeln (Inkontinenz)
7% sind weniger aggressiv gegen die Familie
2% sind weniger aggressiv gegen Fremde

Weitere Links zum Thema Kastration:
Kastration bei Rüden und Hündinnen

Die Kastration aus verhaltenstherapeutischer Sicht
Hündinnen: Kastration, Hormonbehandlung – oder Läufigkeit hinnehmen ?

Risikovergleich zwischen kastrierten und unkastrierten Hunden:

Kastrierte Hündinnen haben ein:
- 8 mal höheres Risiko für Inkontinenz
- 2 mal höheres Risiko für Fettleibigkeit
- 8 mal höheres Risiko für Herztumore
- höheres Risiko an Harnleitertumoren zu erkranken
- höheres Risiko an Schilddrüsen-Krebs zu erkranken
- höheres Risiko an akuter Pankreatitis zu erkranken
- höheres Risiko an chronischer Hornhautentzündung zu erkranken
- höheres Risiko an Muskelschwund und Bindegewebsschwäche zu erkranken
- höheres Risiko an Blutgefäß-Tumoren zu erkranken
- höheres Risiko an einer Unterfunktion der Schilddrüse zu erkranken
- hinzu kommt das OP-Risiko.

Intakte Hündinnen sind:
- 6 mal häufiger von "perianal fistula" betroffen und haben ein:
- höheres Risiko an vaginalen Tumoren zu erkranken
- höheres Risiko an Brustkrebs zu erkranken
- höheres Risiko an Gebärmuttervereiterung zu erkranken

Kastrierte Rüden haben ein:
- 2 mal höheres Risiko für Fettleibigkeit
- leicht höheres Risiko an Prostatakrebs zu erkranken
- höheres Risiko an Harnleitertumoren zu erkranken
- höheres Risiko an Diabetes zu erkranken
- höheres Risiko an einer Unterfunktion der Schilddrüse zu erkranken
- höheres Risiko an Knochenkrebs zu erkranken
- hinzu kommt das OP-Risiko

Intakte Rüden haben ein:
- höheres Risiko an Leukämie zu erkranken
- höheres Risiko an Hodenkrebs zu erkranken
- höheres Risiko an "perianal fistula" zu erkranken
- wenn sie von Lymphknotenschwellungen oder-tumoren betroffen sind, haben sie kürzere beschwerdefreie Zeiträume

Fortsetzung: 18. - 24. Monat - zweite "Pubertät"

Junghund bissige Welpen Welpenerziehung Hundeerziehung Tipps komm hier trainieren Bissigkeit bei Welpen Welpenerziehung Heranrufen mit hier oder komm Hund Beißhemmung Welpenerziehung Erziehung Welpen Hovawart Tipps Welpe Welpenerziehung Kommen auf Zuruf Junghund bissige Welpen Welpenerziehung Hundeerziehung Tipps komm hier trainieren Bissigkeit bei Welpen Welpenerziehung Heranrufen mit hier oder komm Hund Beißhemmung Welpenerziehung Erziehung Welpen Hovawart Tipps Welpe Welpenerziehung Kommen auf Zuruf

Entwicklungsphasen vom Welpen bis zum Senior

Hunde werden unschuldig geboren. Sie werden das, was der Mensch aus ihnen macht.

Hundewelpe Trächtigkeit Entwicklung Hundes Welpenerziehung Hitze Kastration Flegeljahre Alter Hündinnen beissen Angst Welpenerziehung Hovawart Welpen bissige aggressiv Territorialverhalten geschlechtsreif Lebensphasen Welpenerziehung Welpenspielgruppe
- Grundregeln der Hundeerziehung: Verständigung, natürliches Lernen, "Nichts ist umsonst", unerwünschtes Verhalten ändern

Welpe Stubenreinheit Sauberkeit Ziehen Leine Zerren Welpenspielgruppen Leinenführigkeit Welpenerziehung Hovawart Junghund Welpenentwicklung Welpenerziehung Entwicklungsphasen schwierige Welpen erziehung zur Stubenreinheit Welpenspielgruppen

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